Geschützte Ursprungsbezeichnung | © DWI

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete - also auch "Mittelrhein" - sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt.

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier.

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett.

 


 

Mittelrhein

Ob der Kaiser von Japan, die Königin von England oder der amerikanische Präsident zum Staatsbesuch in Deutschland weilen, immer wieder wird ihnen der Wunsch erfüllt, dem Rheintal am Mittelrhein einen Besuch abzustatten. Doch nicht nur die „großen“ und „berühmten“ Gäste, für jeden Besucher bietet das dritt kleinste der 13 Deutschen Weinanbaugebiete eine einzigartige Erlebniswelt für jeden Besucher.

 

Von Burgen gekrönte Rebhänge tragen hier so klangvollen Namen wie:

"Bacharacher Schloss Stahleck", "Kauber Pfalzgrafenstein", "St.Goarer Burg Rheinfels", "Oberweseler Schloss Schönburg" oder "Bopparder Hamm".

Der Gast durchwandert die mittelalterlichen Städtchen mit herrlichen Fachwerkhäusern; an jedem zweiten Haus ein Schild mit der Bezeichnung "Straußwirtschaft", "Weinstube", "Gutsschänke" oder "Zur Traube". Jeder, der ins Rheintal kommt, sieht, dass diese Landschaft seit alters her vom Wein geprägt ist.

 

Die Natur gibt den Ton an

Das Weinanbaugebiet MITTELRHEIN erstreckt sich von der Nahemündung bei Bingen bis vor die Tore von Bonn. Dieses enge, von zahllosen schroffen Felsrücken gegliederte Rheintal bildet den malerischen Hintergrund für einen beschwerlichen Weinbau in Steillagen. Zu 85 Prozent wachsen die Reben in Steillagen mit über 30 % Hangneigung. Hier gedeihen die charaktervollen, herzhaften und rassigen Weine - dreiviertel davon aus Rieslingreben - die ihre Ausprägung den kargen Tonschieferböden verdanken. Bei einem Jahresertrag von nur 75 Hektolitern pro Hektar im Durchschnitt ist jeder Tropfen Rarität und Spezialität zugleich und wird von selbstvermarktenden Weingütern und in kleinen Genossenschaften liebevoll gepflegt.

 

Für den Riesling wie geschaffen

Die alten Weinorte haben die Tradition des Mittelrheinweines geprägt. Als die Römer vor 2000 Jahren das Rheintal eroberten, da siedelten sie, da badeten sie, da schlemmten sie im Kastell Baudobriga, dem heutigen Boppard, im Castrum Confluentes, der heutigen Stadt Koblenz und an vielen anderen imposanten Orten. Zahlreiche Bauwerke dokumentieren bis heute ihre Anwesenheit und sicher waren sie es, die den Weinbau am Mittelrhein geschaffen haben. Hier reift unter optimalen Wachstumsbedingungen der Riesling, die edelste der deutschen Weißweinreben und entfaltet auf den Schieferböden seine besten Eigenschaften. Aber auch der Müller-Thurgau, Kerner und der rote Spätburgunder reifen unter optimalen Witterungsbedingungen an den steilen Hängen.

 

Im Zauberbann der Loreley

Gäste aus aller Welt versäumen es nicht, als Höhepunkt ihrer Rheinreise dem sagenumwobenen Felsen bei St. Goarshausen einen Besuch abzustatten. Wie die regionale Tourismusbranche haben auch die Winzer die Loreley zu ihrem Wahrzeichen erhoben und nennen einen ihrer beiden Bereiche nach der blonden Fee, die der Sage nach mit ihrer Schönheit und ihrem Gesang den Fischern auf dem Rhein zum Verhängnis wurden. Sie bringen einen halbtrockenen Qualitätswein b. A. unter der Bezeichnung „Loreley-Riesling“ auf den Markt.

 

Schmecken und entdecken

Der Mittelrhein bietet nicht nur landschaftliche, sondern auch viele kulinarische Reize. Man kann den Wein in alten Kellergewölben, urigen Kelterhäusern und gemütlichen Weinstuben direkt beim Winzer genießen. In den vielen Straußwirtschaften und Gutsschänken links und rechts des Rheins wird neben den selbst erzeugten Weinen genau das angeboten, was den edlen Rebensaft vollends zum Genuss macht: „Spundekäs“, „Zwiwwelkuchen“, „Wingertsknorze“, Winzersüppchen“.....u.v.m.

Wer Wert auf ein exklusives gastronomisches Ambiente und auf eine erlesene Speisekarte legt, braucht ebenfalls nicht lange zu suchen. Am Mittelrhein werden hochfliegende kulinarische Träume wahr. Ein Festival der Harmonie von Speisen und Wein - angereichert mit viel Kultur - sind die „Mittelrhein-Momente“, eine Gemeinschaftsaktion verschiedener Winzer und Wirte, die im Laufe des Jahres zu vielen originellen Veranstaltungen einladen.

 

Feste feiern wie sie fallen

Am Rhein hat die gute Laune immer Saison. Vom Jahresanfang bis spät in den Herbst hinein gibt es für Einheimische und Gäste viele Anlässe auf typisch rheinische Art zu feiern:

Bei den Wein-, Hof- und Straßenfesten werden liebevoll herausgeputzte Weinstände auf den gemütlichen Gassen und Plätzen zu großen Probierstuben.

Der Erlebnistag Tal-to-Tal ist ein besonderer Tipp für die Radfahrer. Die Straßen sind beidseitig für den Autoverkehr gesperrt. 

Die Menschen am Mittelrhein verstehen sich aufs Feiern. Sie haben sich ihre eigenen Feiertage geschaffen, kommen Sie, feiern Sie mit uns!

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Broschüre "Stein und Wein"

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