Fauna & Flora

Der Lebensraum Mittelrhein
Lebensraum Mittelrhein:
Die Region verfügt über Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Zu den wertvollsten Lebensräumen gehören:
- Weinbergshänge
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Trockenmauern
- Schieferhalden
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Bergwerkstollen
Wo früher Weinberge bewirtschaftet, Wiesen gemäht oder beweidet und somit die Landschaft freigehalten wurde, liegen heute leider viele dieser Flächen brach. Ein Grund dafür liegt in der unrentablen Nutzung. Pionierpflanzen wie Brombeere, Schwarzdorn, Heckenrose, Eiche und Vogelkirsche kommen nach und es entsteht nach einer Phase der Verbuschung schließlich wieder Wald. Viele seltene Pflanzen- und Tierarten, die zum Leben auf die Offenlandbiotope (also freie Flächen) angewiesen sind, werden verdrängt.
Zur Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft im Mittelrheintal versucht die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR) seit Ende 1998 ca. 200 ha Brachfläche vor der Verbuschung zu schützen. Es handelt sich dabei um ein Erprobungs- und Entwicklungsprojekt (E+E). Damit soll eine naturschutzgerechte Regionalentwicklung etabliert werden. Der Erhalt der Kulturlandschaft bedeutet gleichzeitig Artenschutz.
„Weinbau im Einklang mit der Natur“ hat sich auch der Förderverein Naturschutz und Weinbau, kurz FINK, zur Philosophie gemacht. Diese Initiative mit Sitz in Bornich an der Loreley versucht, durch Entbuschung und Rodung längst aufgegebener Weinbergsflächen die Lebensbedingungen für bedrohte Arten der in der Region typischen Flora und Fauna zu verbessern.
Flora:
Viele Pflanzenarten haben am Mittelrhein optimale Wachstumsbedingungen.
Im Folgenden möchten wir Ihnen einige vorstellen:
- Weißer Diptam
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Weißer Mauerpfeffer (fetthenne)
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Helmknabenkraut
- Bocksriemenzunge
- Federgras
- Feldmannstreu
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Karthäuser Nelke
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Boppardensis ( Bopparder Schleifenblume)
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Weinbergspfirsisch
Fauna:
Das Mittelrheintal weist eine bemerkenswerte Fauna auf, die in Deutschland seinesgleichen sucht.
Die über Jahrhunderte ohne Mörtel aufgesetzten Weinbergsmauern bieten einzigartige Öko-Nischen für eine teilweise vom Aussterben bedrohte Artenvielfalt. Mauereidechsen und Feuersalamander aalen sich bereits im Frühjahr in den ersten warmen Sonnenstrahlen auf den Mauerkronen.
Auch Weinhähnchen, Steppen- und Sattelschrecke sowie die blauflügelige Ödlandschrecke fühlen sich hier in den Weinbergen wohl.
Die seltenen Schmetterlinge „Russischer Bär“ und „Segelfalter“ drehen im Sommer über dem Mittelrheintal ihre Runden.
Wintergäste wie der Komoran profitieren ebenfalls vom milden Klima und dem günstigen Nahrungsangebot.
Wanderfalke:
Der „König der Lüfte“ erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h im Sturzflug. Er ist als sehr geschickter Vogeljäger bekannt. Seit den 60-er Jahren werden seine Gelege rund um die Uhr von Naturschützern bewacht, da die Nester gerne geplündert werden. Pestizide, die über die Nahrungskette die Gelege beschädigen, sind jedoch die größte Bedrohung.
Fledermäuse:
Die Fledermäuse gehören zu den Säugetierarten unserer Region. Sie sind am stärksten bedroht. Da die Tiere sich von Insekten ernähren, halten sie Winterschlaf, den sie in frostfreien Verstecken wie tiefen Felsspalten, Kellern, Baumhöhlen oder Bergwerkstollen suchen. Im Oktober suchen die Fledermäuse ihr Winterquartiere auf, im März/ April verlassen sie diese wieder.
Das Mittelrheintal ist für einige Fledermausarten von großer Bedeutung. In den Stollen kommen Bartfledermaus, Bechsteinfledermaus und Fransenfledermaus noch in großen Zahlen vor.
Typische Lebensräume und ihre Bewohner:
Lebensraum |
Flora |
Fauna |
Weinberge |
Weiße Fetthenne, Färberwaid |
Weinhähnchen, Mauereidechse, Steppen-Sattelschrecke, Rot- und Blauflügelige Ödlandschrecke, Zippammer |
Heiden |
Heidekraut, Besenginster, Heckenrose |
Heide-Grashüpfer, Dorngrasmücke |
Halbtrockenrasen |
Blutroter Storchschnabel, Sichelblättriges Hasenohr, Blauer Lattich, Orchideen |
Dorngrasmücke, Smaragdeidechse, Sichelschrecke, Neuntöner |
Felsköpfe |
Felsenbirne, Zwergmispel, Felsen-Ahorn, Elsbeere |
Zippammer, Turmfalke, Wanderfalke, Steppen-Grashüpfer, Segelfalter |
Bergwerkstollen |
Moose, Flechten |
Fledermäuse, Garten- und Siebenschläfer (im Winter), Fuchs, Steinmader, Wildkatze |
Schieferhalden |
Weiße Fetthenne, Mauerpfeffer |
Schlingnatter, Mauereidechse |
Trockenmauern |
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Mauereidechse, Schlingnatter, Gartenschläfer |
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Landes Gartenschau 2008
in Bingen

18.April - 19. Oktober 2008
Bundes Gartenschau 2011
in Koblenz

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