Rebsorten am Mittelrhein
Für den Rieslinganbau wie geschaffen
Klassische Rebsorten stehen am Mittelrhein im Vordergrund. Vor allem
der Riesling findet hier ideale Bedingungen zum Wachsen und Reifen.
Mit 70% der Anbaufläche ist er die Nummer eins unter den Weißweinreben am Mittelrhein und wird mit Recht als "Königin der Reben" bezeichnet. Seine kleinbeerigen und spätreifenden Trauben
bringen wie keine andere Rebsorte die feine, rassige Art, das finessen-
und nuancenreiche Spiel des Buketts und Geschmacks hervor, das schon
früh zum Weltruf des Rheinweines geführt hat.
Der Müller Thurgau zeigt in den Steillagen ein sehr intensives
und eigenständiges Geschmacksbild auf. So schmeckt der Wein besonders würzig. Im Glas entfaltet sich ein duftig-blumiger Muskatton. In der Geschmacksrichtung "Trocken" vermarkten ihn die Winzer unter der Bezeichnung Rivaner.
Der Kerner, ein "Glückskind" der Natur, ist die gelungene Kreuzung aus der
roten Rebsorte Trollinger sowie dem weißen Riesling und zählt zu den
mittelfrühen Rebsorten am Mittelrhein. Seine Trauben bringen eigenständige,
fruchtige Weine von rieslingähnlichem Charakter hervor.
Weisburgunder und Grauburgunder werden verstärkt am Mittelrhein
angepflanzt und sind neben dem Riesling ideale Speisenbegleiter.
Die bekannteste rote Rebsorte am Mittelrhein ist der Blaue Spätburgunder.
Der samtig - feurige Geschmack zählt ebenso zu seinen Charakterstärken
wie seine Kraft und Fülle. Die Rebe braucht Zeit zur Reife. Unsere Winzer gönnen ihr
eine lange Vegetation und werden meist mit hohen Öchslegraden für ihre Risikobereitschaft belohnt.
Im Gegensatz zum Blauen Spätburgunder ist der Blaue Portugieser ein
Vertreter der flotten und unkomplizierten Art. Er reift früh und ist ein angenehmer,
säurearmer Tropfen.
Zu den angebauten Rotweinsorten am Mittelrhein zählt auch der Dornfelder.
Nachfolgendes Diagramm zeigt den Anteil der am Mittelrhein angebauten Rebsorten im Überblick.
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Rebsorten
Riesling

Müller Thrugau

Kerner

Weisburgunder

Blauer Spätburgunder

Dornfelder
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